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Resilienz: das Geheimnis STARKER Menschen | Soft Skills Circle

September 10, 2019


In diesem Video geht es um das Thema Resilienz. Und insbesondere um das Thema Resilienz für Führungskräfte. Und damit ist gemeint: Die Fähigkeit mit schwierigen Situationen in einer konstruktiven und souveränen Art und Weise umzugehen. Und ich werde Ihnen eine bestimmte Intervention nahe bringen, mit der Sie sich gezielt aus schwierigen Situationen herausarbeiten können. Resilienz – was kann man sich darunter vorstellen? Eigentlich ist das ein Begriff, der aus der Materialwirtschaft, der Materialwissenschaft kommt und beschreibt die Fähigkeit eines Körpers Einwirkungen von außen elastisch zu verarbeiten. So um die 1950, 1960 Jahre tauchte der Begriff erstmals im Kontext mit Menschen auf und meint dort die Fähigkeit von Menschen mit Krisen, schwierigen Situationen, Rückschlägen konstruktiv umzugehen. Es gibt dazu eine Entwicklung. Das ist so…dieses standardisierte Resilienzkurve, die so beschreibt, wie das eigentlich funktioniert. Jetzt passiert etwas. Eine Krise. Eine Krise in irgendeiner Form im Sinne von: “Ich hatte eine schlechte Leistungsbeurteilung. Ich bin kritisiert worden. Ich bin vielleicht Teil einer politischen Gemengelage und muss mich verteidigen. All diese Dinge beeinflussen erstmal meine Ausgeglichenheit, meine emotionale Ruhe. Die ist dann erstmal dahin und ich beschäftige mich mit meinen Emotionen, mit meinen Sorgen, mit meinen Ängsten. Dann passiert ein Leistungsabfall. Wir nennen das auch mal so diesen bisschen ketzerischen Opfermodus. Dann tut man sich selber irgendwann leid und die Anderen sind böse und man hat doch gar nichts gemacht und warum ich und all diese Dinge, die in diesem Modus passieren. Es gibt noch etwas, das nennt man einen sekundären Krankheitsgewinnen. Das heißt, ich habe auch einen Vorteil davon. In einem solchen Modus zu sein, einem solchen Opfermodus zu sein. Was könnte dieser Vorteil sein? Es ist ganz klar, wer im Recht ist. Denn das Opfer ist im Recht. Dass einen sind die Täter, sind die Bösen. Ich kann auch nichts machen. Das heißt, ich bin auch so ein bisschen entlastet. Würde ich was machen, könnte ich scheitern. Aber ich brauche nichts machen, oder ich glaube, ich brauche nichts machen. Und ergo gibt es darin auch einen gewissen Vorteil für mich. Das ist eine unangenehme Wahrheit. Diese erstmal zu erkennen, ist für viele schon schwierig und ein erster, wichtiger Schritt zu sagen: “okay, da bin ich. Will ich hier sein? Wenn ich da nicht sein will, dann gibt es jetzt verschiedene Strategien, da wieder rauszukommen. In eine dieser Strategien kommt es ein Programm, dass das weltweit größte Residenceprogramm ist das, in der US Army stattfindet. Und dort gibt es eine Intervention, die nennt sich “hunting Geburtstag.” Die Idee funktioniert so: am Ende jedes Tages setzen Sie sich hin und schreiben drei Dinge auf, für die Sie heute wirklich dankbar sind. Es geht nicht darum die großen Dinge zu nennen, wie dass Sie auf der Welt sind, dass Sie tolle Kinder haben, dass es Schwerkraft gibt und diese Dinge. Sondern es geht mehr darum, was sind die kleinen Dinge, die heute passiert sind. Wo war es ein Lächeln? Ein nettes Gespräch? Hat Ihnen jemand Kaffee mitgebracht? Hat jemand die Tür aufgehalten? War die Bahnschranke offen, obwohl Sie spät dran sind und die sonst immer zu ist? Wofür kann man dankbar sein und wofür können Sie es empfinden? Und diese Übung machen wir mit unseren Teilnehmern im Workshop und regen Sie an, sie über einen Zeitraum von sechs Wochen täglich zu machen. Und was dann passiert, ist das im Hirn sich sozusagen die Hirnstrukturen für Dankbarkeit manifestieren, dass sie sich aus prägen. Denn das Gehirn verändert sich durch Benutzung. Das ist hochspannend und dadurch wird es leichter in diesem Modus zu gehen. Und Sie können ja mal selber ausprobieren, wenn sie aus einer Haltung von Dankbarkeit heraus sich versuchen über das Leben zu beschweren. Das ist echt schwierig. Und schlussendlich geht es darum, wie kann ich das als Selbststeuerungskompetenz nutzen? Wie kann ich sozusagen mich selbst führen? Wie kann ich mich auch so einem Rückschlag wieder herausführen? Also es geht nicht darum, zu sagen: Wenn ich resilient bin, dann tut mir nichts mehr weh. Dann kommt nichts mehr an mich ran. Dann habe ich so eine Wand, die sozusagen nichts mehr durchlässt. So sind wir Menschen nicht. Wir gehen in Schwingungen mit der Außenwelt. Ist auch gut so, sonst könnten wir nicht empathisch sein. Sonst könnten wir keine guten Führungskräfte sein. Aber es geht darum, wie komme ich aus diesem Loch wieder raus?

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1 Comment

  • Reply Soft Skills Circle September 13, 2018 at 2:20 pm

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