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Mitarbeiterführung: Stärken stärken und Schwächen schwächen | Soft Skills Circle

October 12, 2019


Als Führungskraft ist es eine wichtige Aufgabe meine Mitarbeiter zu entwickeln. Und da ist immer wieder auch die Frage – Wie gehe ich mit den Schwächen des Mitarbeiter um? Ja, Stärken und Schwächen des Mitarbeiters. Wie gehe ich damit um? Wie kann ich die Stärken stärken und die Schwächen vielleicht weiter schwächen? Eine ganz spannende Grundsatzfrage finde ich immer erst, wenn ich als Führungskraft eine Schwäche bei meinem Mitarbeiter entdecke, mich mal zu hinterfragen:
Warum erlebe ich das als Schwäche? Und was hat das denn eigentlich mit mir zu tun? Ist das etwas was ich selber ganz anders handhabe? Ist das etwas was ich selbst vielleicht auch mal so gelebt habe, wo ich schlechte Erfahrungen mit gemacht habe? Und ein Schritt sich dieser Thematik zu nähern, könnte sein zu sagen – Welche Stärke bringt diese Schwäche mit sich mit? Ein schönes Beispiel ist da die Extraversion und die Introversion. Wenn ich eine sehr extrovertierte Führungskraft bin, dann fällt mir das leicht mit Leuten Smalltalk zu machen, auf Leute zuzugehen, auf der Bühne zu stehen und so weiter. Habe ich einen Mitarbeiter der mehr introvertiert ist, dann wird dem das ja schwerer fallen. Und da ich die Stärke ja hab, komme ich dann relativ schnell ins urteilen und sage das kann er nicht, das ist nicht gut, das muss der weiterentwickeln. Hilfreich ist da häufig mal zu fragen – Was ist denn die Stärke, die sich aus diesem Verhalten zeigt? Und ganz häufig ist es bei den introvertierten Menschen dass sie sehr viel besser zuhören können als die extravertierten Menschen. Die unterbrechen die anderen zum Beispiel nicht so viel. Die können sich auch häufig besser mit einer Sache auseinandersetzen und da vertiefter Einsteigen. Das ist nur ein ganz grobes Beispiel erst mal, aber soll so eine Idee geben, wenn ich eine Schwäche bei einem anderen diagnostiziere, mich mal zu hinterfragen, was hat es mit mir zu tun. Der nächste Schritt dann eben darauf zu gucken – Was bringt das denn positives mit sich? Und da hat man natürlich als Führungskraft gut die Möglichkeit zu sagen: Mensch diese Stärke, die die Schwäche mit sich bringt, die können wir hier gut gebrauchen. Die setzen wir ein. Damit gebe ich den Mitarbeitern auch erst mal eine Bestätigung sich mit diesem ganzen Thema auseinanderzusetzen und im nächsten Schritt kann ich dann natürlich hingehen und sagen: Guck mal, aber das was ich ja als Schwäche gesehen habe, vielleicht auch gerne erklärt mit dir im Gespräch, ist in diesen Situationen kommt ja auch noch immer darauf an, in welcher Situation befinden wir uns denn gerade, ist in dieser Situation gerade nicht von Vorteil, nicht für dich, nicht für uns. Und da schauen wir mal, was wir tun können, um dich da weiter zu entwickeln. In diesem Beispiel introvertiert, extrovertiert könnte das zum Beispiel sein: Ich kann ja Präsentationstraining machen, ich kann mich einfach mal dem Thema Small Talk ein bisschen mehr stellen und da über meinen Schatten springen und das einfach mal tun, um aus dieser Schwäche nicht die monstermäßig große Stärke zu entwickeln, aber die Schwäche zu schwächen. Insgesamt finde ich das immer sehr wichtig beim Thema Schwächen den Fokus grundsätzlich mehr darauf die Stärken zu stärken, meine eigenen sowie die des Mitarbeiters.Was sind die Stärken die der jenige mit hat. Wie kann ich das stärken und unterstützen? Und natürlich dann im nächsten Schritt auch zu gucken, die Schwächen zu schwächen. Aber der Fokus sollte eigentlich immer mehr darauf sein, was ist die Stärke. Und wenn ich über die Schwäche angesprochen werde, kann ich da erst mal schauen, was ist die Stärke die daneben steht.

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